Hasards sind Störungen der Ausgangsbelegung einer Schaltung, die beim Wechsel der Eingangsbelegung (bedingt durch unterschiedliche Signallaufzeiten) auftreten können. Funktionshasards entstehen, wenn mehrere Eingangsvariablen ihren Wert ändern, dieser Wechsel nicht gleichzeitig stattfindet und die Funktionswerte der dadurch auftretenden Zwischenbelegungen unterschiedlichen Ausgangsbelegungen (Funktionswerten) zugeordnet sind. Strukturhasards sind Störungen der Ausgangsbelegung einer Schaltung, die im Gegensatz zu Funktionshasards beim Wechsel der Belegung nur einer Eingangsvariablen in nachfolgenden Schaltstufen auftreten können. Sie entstehen, wenn bei diesem Belegungswechsel der schaltwirksame Pegel für die nachfolgende Stufe zwischen zwei Schaltkreisen (nicht exakt gleichzeitig) wechselt. Bei sequentiellen Schaltungen können Hasards in der Rückführung (Races) zu fehlerhaften Folgezuständen führen. Das Applet kann beliebige Funktionen mit bis zu 4 Eingangsvariablen simulieren und eine Analyse auf beide Hasardvarianten vornehmen. Die Eingabe der Funktionen kann als Wertetabelle oder schaltalgebraischer Ausdruck erfolgen. Es werden statische und dynamische Hasards für 0-0, 0-1, 1-1 und 1-0 Übergänge angezeigt. Die Vermeidung von Strukturhasards mithilfe redundanter Schaltkreise wird an Schaltungen und im zugehörigen KV-Diagramm verdeutlicht.
