"Mathematik muss man schon deswegen studieren, weil sie die Gedanken ordnet."
Informationstag für Schüler, Eltern und Lehrer zum Mathematik-Studium in Jena Diese Weisheit Lomonosovs aus dem 18. Jahrhundert hat sich vor allem in den letzten 20 Jahren auch in der Wirtschaft verbreitet. Die Einsatzmöglichkeiten für Mathematiker haben sich hier deutlich erweitert und aufgefächert. Zu den Gebieten der Versicherungs- und Kreditwirtschaft sowie der Datenverarbeitungsbranche kommen Unternehmensberatung, Bildung, industrielle Forschung und Entwicklung und zunehmend das Management. Mathematiker werden häufig dort eingestellt, wo in einer Stellenanzeige ihr Beruf zwar nicht vordergründig genannt wird, aber im Kleingedruckten genau ihre besonderen Fähigkeiten gefragt sind: ein sehr gutes Abstraktionsvermögen, die Fähigkeit zu systematisieren und klar zu formulieren. Dazu kommt die Erfahrung aus dem Studium, dass schwierige Probleme ausdauerndes Arbeiten erfordern, aber dadurch gelöst werden können. Diese Schlüsselqualifikationen werden in Forschung und Wirtschaft hoch geschätzt. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass es natürlich auch für Mathematiker sehr nützlich ist, gründliche Kenntnisse in Informatik zu haben. Dies kann man durch eine passende Wahl des Ergänzungsfachs im Mathematikstudium erreichen. Andererseits ist es aber vorteilhaft, nicht zu eng an das Schicksal der New Economy gebunden zu sein. Der Einbruch in der IT-Branche hat sich nach statistischen Angaben der Bundesagentur für Arbeit deutlich stärker auf Informatiker als auf Mathematiker ausgewirkt.
Ganz außer Frage steht der Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern für das Fach Mathematik in den nächsten 10 bis 15 Jahren im gesamten Bundesgebiet. Dazu haben sowohl die Kultusministerkonferenz (http://www.ticket-in-die-zukunft.de/) als auch das Thüringer Kultusministerium Informations- und Werbekampagnen gestartet.
Am Sonnabend, dem 29. Januar 2005, veranstaltet die Fakultät für Mathematik und Informatik der Universität Jena zum 6. Mal einen Mathematik-Info-Tag für Schüler. Im Vordergrund stehen die individuelle Information und Beratung über Möglichkeiten des Studiums der Mathematik, der Wirtschaftsmathematik und des Lehramts Mathematik (für Gymnasium oder für Regelschule) in Jena. Man kann hier mit Professoren, Studienberatern, Studenten und Absolventen der Jenaer Fakultät ins Gespräch kommen. Neben mathematischen Kurzvorträgen wird ein Podiumsgespräch über Studium und Berufspraxis von Mathematikern stattfinden. Beim Imbiss und einem Rundgang durch die Fakultät gibt es gute Gelegenheiten zu fragen und Eindrücke zu gewinnen. Der Schüler-Tag der Mathematik findet von 10.30 Uhr bis etwa 14 Uhr in Jena, im Gebäude Carl-Zeiss-Straße 3 (unmittelbar an der Straßenbahn-Endhaltestelle Ernst-Abbe-Platz), in den Hörsälen 4 und 5, statt. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter: http://www.minet.uni-jena.de/studjena/schueler/tdm05.html
